Košík s nasbíranými houbami v podzimním lese u Lipna

Pilzesammeln rund um den Lipno-See: Tipps für das Pilzesammeln im Herbst

Wenn es Ende September kühler wird und nach dem Altweibersommer die ersten ergiebigeren Regenfälle kommen, verwandeln sich die Wälder rund um den Lipno-See innerhalb weniger Tage in ein wahres Pilzparadies. Die Mischwälder des Böhmerwalds zählen zu den bekanntesten Pilzgebieten Tschechiens, und gerade der Herbst, nicht der Spätsommer, ist die ergiebigste Zeit der Saison – die Hauptwelle erreicht meist Mitte September bis Ende Oktober ihren Höhepunkt. Für Gäste des Camping Panorama ist das ein perfekter Anlass für einen Ausflug, der einen Spaziergang durch den Wald, ein wenig Spannung bei der Suche und abends eine volle Pfanne auf dem Campingkocher verbindet.

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Warum der Herbst am Lipno-See ein Pilzparadies ist

Pilze brauchen vor allem Feuchtigkeit und mäßig kühlere Temperaturen um 10 bis 15 °C, und genau das bringt der Herbst nach dem Altweibersommer mit sich. Während der Wald in den trockenen Augustwochen oft wie leergefegt wirkt, ändert sich die Lage bereits 3 bis 5 Tage nach einem ergiebigen Regen und dem Temperaturrückgang schlagartig – die Pilze wachsen förmlich über Nacht. Die Vorgebirgswälder rund um den Lipno-See, in denen sich Nadel- und Laubbestände mischen, gelten unter Pilzsammlern seit Langem als ergiebiges Gebiet, sei es für Steinpilze, Rotkappen oder Pfifferlinge.

Welche Pilze Sie rund um den Lipno-See finden

Am häufigsten und begehrtesten sind Steinpilze – Sie finden sie sowohl unter Fichten als auch in laubreicheren Waldteilen, der Hut ist meist braun bis kastanienfarben und kann ausgewachsen durchaus über 15 cm groß werden. Rotkappen (Birken- und Espen-Rotkappe) halten sich in der Nähe ihrer Wirtsbäume auf und sind an ihrem typischen dunkel beschuppten Stiel zu erkennen. Der Pfifferling wächst oft im Moos unter Fichten und ist wegen seiner auffälligen gelborangen Farbe und seines süßlichen Duftes beliebt. Der Riesenschirmling ist wiederum ein Klassiker zum Braten dank seines großen, flachen Hutes. Täublinge sind in den Wäldern rund um den Lipno-See häufig, doch der Unterschied zwischen essbaren und bitteren, ungenießbaren Arten lässt sich oft erst auf der Zunge erkennen – der bittere Geschmack zeigt sich sofort beim Ablecken des Fleisches.

Die gefährlichste Verwechslung in tschechischen Wäldern ist der Grüne Knollenblätterpilz – der giftigste mitteleuropäische Pilz, der leicht mit dem Wiesenchampignon verwechselt werden kann. Im Gegensatz zum Champignon hat der Grüne Knollenblätterpilz Lamellen, die auch im reifen Zustand weiß bleiben (der Champignon hat rosafarbene, später braun werdende Lamellen), sowie an der Stielbasis eine weiße häutige Scheide (die sogenannte Volva), die man auch unter der Bodenoberfläche suchen muss – graben Sie den Pilz deshalb immer vollständig aus, statt ihn nur abzuschneiden. Genau diese Verwechslung ist für einen Großteil der schweren Pilzvergiftungen in Tschechien verantwortlich, achten Sie also bei champignonartigen Pilzen besonders auf die Stielbasis. Wenn Sie sich bei einem Pilz nicht sicher sind, lassen Sie ihn lieber stehen oder bestimmen ihn nach, statt zu raten.

Wo man Pilze suchen sollte

Die Umgebung des Lipno-Sees bietet zahlreiche Misch- und Nadelwälder, die sich gut zum Pilzesammeln eignen, typischerweise rund um Frymburk, Černá v Pošumaví, Horní Planá oder Přední Výtoň. Pilze halten sich generell eher im tieferen Schatten des Waldes auf als am Waldrand, und Lichtungen oder Stellen nach einer Durchforstung sind nach Regen besonders ergiebig. Eine bewährte Taktik ist es, eine Karte oder App mit eingezeichneten Waldwegen mitzunehmen, etwa Mapy.cz mit der Wanderwege-Ebene, denn die Mischwälder rund um den Lipno-See sind weitläufig, und sich nur nach Gehör und Instinkt zu orientieren, ist nicht immer zuverlässig.

Was erlaubt ist und was nicht: Regeln fürs Pilzesammeln am Lipno-See

Nach dem tschechischen Waldgesetz (§ 19) darf jeder den Wald – ob staatlich oder privat – auf eigene Gefahr betreten und dort für den Eigenbedarf Waldfrüchte, also auch Pilze, sammeln. Das Gesetz legt dabei keine konkrete Mengengrenze fest, die man mitnehmen darf – es gilt die sogenannte angemessene Menge für den Eigenverbrauch. Verboten ist jedoch das Sammeln von Pilzen auf eine Art, die den Wald schädigt, das Betreten eingezäunter Flächen oder von Beständen, in denen Holz geschlagen wird, ebenso wie Ruhestörung, das Befahren abseits der Wege mit dem Auto oder das Entfachen von Feuer außerhalb dafür vorgesehener Stellen (§ 20 des Waldgesetzes).

Der Lipno-See liegt im Landschaftsschutzgebiet (CHKO) Böhmerwald, wo das Sammeln von Waldfrüchten grundsätzlich genauso erlaubt ist wie außerhalb geschützter Gebiete – strenger sind hier nur die Regeln für die Einfahrt mit Fahrzeugen, das Zelten und das Entfachen von Feuer außerhalb vorgesehener Stellen. Eine Ausnahme bilden kleinflächige, besonders geschützte Gebiete (Nationale Naturreservate, Naturreservate und Ähnliches), wo die jeweilige Lokalität eigene, strengere Regeln haben kann, bis hin zu einem vollständigen Verbot des Sammelns von Pflanzen und Pilzen. Diese Bedingungen sind meist auf Informationstafeln direkt an der Gebietsgrenze ausgewiesen, es lohnt sich also, darauf zu achten. Verboten ist zudem das Sammeln von 46 gesetzlich geschützten Pilzarten, eine Übersicht finden Sie bei der Tschechischen Mykologischen Gesellschaft.

Sicherheit: Wie Sie giftige Pilze vermeiden

Die Grundregel beim Pilzesammeln lautet: Sammeln Sie nur, was Sie sicher erkennen, und lassen Sie einen Pilz im Zweifelsfall lieber bestimmen, statt zu raten. In České Budějovice, etwa 45 Autominuten vom Lipno-See entfernt, gibt es die Pilzberatungsstelle des Südböhmischen Museums, wo ein Mykologe Ihre Pilze kostenlos bestimmt. Die Beratungsstelle ist montags von 14:30 bis 16:30 Uhr in den Monaten April bis November geöffnet, die Pilze müssen ganz und frisch mitgebracht werden, idealerweise mehrere Exemplare unterschiedlichen Alters. Im nejstefall können Pilze auch per E-Mail mit Fotos begutachtet werden, auch wenn eine persönliche Beurteilung immer zuverlässiger ist.

Besteht der Verdacht auf eine Pilzvergiftung, warten Sie nicht auf eine Besserung und suchen Sie so schnell wie möglich ärztliche Hilfe auf – im akuten Fall rufen Sie den Rettungsdienst unter der Nummer 155 (oder 112) an, idealerweise mit dem Rest des nicht gegessenen Pilzes oder zumindest einem Foto dessen, was Sie zubereitet haben.

Praktische Tipps für Pilzsammler im Urlaub

Tragen Sie Pilze in einem Weidenkorb, nicht in einer Plastiktüte, in der sie schnell schwitzen und verderben. Ein Messer eignet sich vor allem dazu, den Pilz zu säubern und ihn beim Herauslösen nicht zu zerdrücken. Eine langjährige Schweizer Studie zum Pilzwachstum hat gezeigt, dass die Art der Ernte – ob Sie den Pilz abschneiden oder herausdrehen – keinen Einfluss auf den künftigen Ertrag an einem Standort hat; das Einzige, was Pilzen tatsächlich schadet, ist das Zertreten des Bodens, weshalb es sich lohnt, nicht unnötig abseits der Wege zu laufen. Das Herbstwetter am Lipno-See kann morgens feucht und kühl sein, durchaus um 5 bis 8 °C, daher empfiehlt sich mehrschichtige Kleidung und festes, wasserdichtes Schuhwerk, da Wald und Gras nach Regen oft ziemlich nass sind. Und da die Herbsttage merklich kürzer sind als im Sommer, planen Sie Ihren Ausflug so, dass Sie einen Puffer vor Einbruch der Dunkelheit haben, besonders wenn Sie Orte aufsuchen, an denen der Rückweg nicht klar markiert ist.

Wo Sie übernachten können

Camping Panorama liegt direkt in Reichweite der Wälder rund um den Lipno-See, sodass sich ein Pilzausflug problemlos als Vormittags- oder Nachmittagsprogramm während Ihres Aufenthalts einplanen lässt – nicht als Tagesexpedition. Der Campingplatz bietet Plätze für Zelte, Wohnwagen und Hütten, sodass Sie nasse Pilzsammelkleidung bequem aufhängen können und abends auf dem Kocher leicht zubereiten, was Sie im Wald gefunden haben.